Klarmachen zum Ändern!
Wenn die Piraten bei der kommenden Wahl Ende September die 5% Grenze knacken sollten (selbst davon gehe ich nicht aus) wäre ich persönlich schon schwer beeindruckt. Die Piratenpartei (NRW / MG) hat sich in den letzten Wochen und Monaten echt gemacht. Sowohl die Wahlplakate wie auch die Wahlwerbespots (Link 1, Link 2) sehen mittlerweile sehr professionell aus. Seit wenigen Tagen gibt es jetzt eine neue Aktion im Internet: Ich bin Pirat!
Auch wenn es an dieser Stelle vielleicht nicht so gut hinein passt, aber mit der “Danksagung an Ursula v.d. Leyen” von Christoph Thurner konnte ich mich persönlich sehr gut identifizieren und hätte den Brief sofort mit unterschrieben! Wer sich diese Danksagung durchliest, sollte sich aber auch seinen Beitrag “Ich und die Piratenpartei” genauer ansehen.
Hier wird nicht einfach nur “blind” eine Partei unterstützt, sondern auch hinterfragt! Mir gefällt was und vor allem wie Christoph schreibt!
Aber wir waren bei Piraten. Es gibt einen, dem glaubt man sofort, dass er ein Pirat ist – Guybrush Threepwood!

Bildquelle: http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Guybrush_ist_Pirat.jpg
Wer immer auf die Idee gekommen ist, ich fand sie witzig! *thumbsup*
Wir werden sehen, was die nächsten Wochen ergeben. Die Piraten sind eine sehr junge Partei, meine Sympathie haben sie, keine Frage! Und um dieser auch Ausdruck zu verleihen, habe ich schnell einen “Button” gebastelt, der jetzt unten im Footer neben der Raute der Borussia seinen Platz gefunden hat.
Wer diesen Button ebenfalls verwenden möchte, darf dies – gegen Angabe der Quelle – gern tun. Ich habe hier noch eine etwas höher aufgelöste Version (PNG mit 600×600 Pixeln), damit jeder diesen an seine Bedürfnisse anpassen kann: Piratenbutton laden!
Hinweis: Der Piratenbutton in diesem Beitrag sowie die verlinkten Bilder in meiner Galerie unterliegen der Creative Commons – Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland.








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Finde den Button klasse. Habe ihn mal in meine Sidebar entführt. Namensnennung im Impressum. Ist das okay so?
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Sicher, absolut OK!
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Toller Beitrag Stefan! Mich würde noch interessieren, wie du es mit der Piratenpartei hälst, findest du eine Mitgliedschaft sinnvoll, oder nicht? Ich bin mir unschlüssig welche Unterstützung sinnvoll ist.
P.S.: Tolles Redesign deines Blogs, gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn ich den Header noch etwas karg finde.
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Danke Robert. Zu deiner Frage: Nun, grundsätzlich bin ich bisher noch nie einer Partei als Mitglied beigetreten, habe aber bisher immer meine Bürgerpflicht erfüllt und bei Wahlen meine Stimme abgegeben.
Ist eine Mitgliedschaft wirklich sinnvoll? Gute Frage! Ich persönlich, wie geschrieben, bin bisher noch nie einer Partei beigetreten. Ich denke, ich kann auch ohne einen jährlichen Mitgliedsbeitrag eine Partei unterstützen. Sei es durch einen Blogbeitrag wie diesen oder eben meine Stimme bei der Wahl.
Dazu muss ich sagen, dass auch ich mich in den letzten Jahren nie viel für Politik interessiert habe und jetzt langsam erst anfange. Wenn man so will, bin auch ich langsam wach geworden, denn so kann es nicht weiter gehen!
Man darf bei aller Sympathie aber auch nicht ausser Acht lassen, dass die Piraten kein “umfassendes” Wahlprogramm haben. Nur weil sie im Bezug auf verschiedene Punkte die Flagge hoch halten, weiß man nicht, welche Stellung diese zu anderen Punkten, wie beispielsweise den Atomausstieg oder aber bei Familienfragen, beziehen.
Jetzt hab ich viel geschrieben aber vermutlich wenig geholfen :)
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Doch, hast du, denn ich denke ähnlich. Auch meine politische Aktivität ist erst mit gestiegenem Alter erwacht, immerhin besser als gar nicht. Natürlich möchte ich die Piratenpartei auch unterstützen und werde ebenfalls fein wählen gehen. Ich frage mich, ob eine Partei überhaupt ein umfassendes und auch noch passendes Wahlprogramm haben muss um als solche zu bestehen. Ist es verwerflich wenn ich mich nur für Themen stark mache die mich tangieren? Ich denke nicht. Atomausstieg in aller Ehren, aber dafür interessiere ich mich momentan nicht so sehr.
Ich sehe das mit der Piratenpartei auch ein wenig symbolisch, der Politik muss endlich bewusst werden, das sie Dank unserer Informationsgesellschaft und stetig steigendem Bildungsgrad immer weniger Bürger verarschen lassen, schon gar nicht dann, wenn Menschen über Dinge entscheiden von denen sie keine Ahnung haben.
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Aber mal ehrlich, was genau erwartet ihr denn von der Piratenpartei wenn sie dann im Bundestag sitzt? Wie wird sie denn abstimmen wenn es darum geht Soldaten in den Krieg zu schicken, ein Gesetz gegen Nazis zu verabschieden, etwas gegen Arbeitslosigkeit zu tun.
Inhaltlich halte ich das Programm nicht für falsch aber zu flach für wirkliche Politik. Genauso wie das Wahlplakat mit Threepwood. Das ist ein prima Insidergag aber als Wahlwerbung für die Massen?
Ich könnte ja extrem zynisch behaupten das es in Deutschland mal so einen gab der hat Arbeit und Wohlstand für alle versprochen. Von Krieg und Weltherrschaft war da erstmal keine Rede. Was ich sagen will ist das die Piraten kein Realpolitisches Profil besitzen, ein Parteiprogramm muss zwangsläufig das gesamte Spektrum des Alltags absetzen und muss dann Akzente und Schwerpunkte setzen.
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@reaper: Was hat man anfangs von den Grünen erwartet, als diese in den 80ern gestartet sind? Eine Gruppe “Blumenkinder” die die Welt verbessern wollten und schau sie dir heute an.
Man weiß aktuell nicht, welche Meinung die Piraten zu anderen Fragen vertreten werden, das habe ich selber bereits angesprochen.
Und das mit dem “Plakat” hast Du falsch verstanden. Das ist kein Wahlplakat sondern ein Plakat, welches jemand unter der Aktion “Ich bin Pirat” erstellt hat. Meinen informationen nach ist das nicht von den Piraten selber. Man kann sich die Schablone laden und damit machen was man will und einer hat eben Mr. Threepwood da reingefriemelt.
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Eben darum geht es doch. Eine Partei, ein Abgeordneter sollte doch dafür da sein, meine Interessen zu vertreten, jetzt mal egoistisch gesprochen. Ich habe mir wirklich intensiv alle Wahlprogramme angesehen, habe jetzt sogar den Stimmzettel für die OB Wahl vor mir liegen (bin zur Kommunalwahl nicht da) und lese mir gerade die “Programme” der Kandidaten und Parteien durch. KEINE Partei entspricht meinen Gedanken zur Politik. Da heißt es Kompromisse eingehen.
Was erwarte ich von der Piratenpartei? Ein Signal. Was habe ich sonst für Möglichkeiten mich gegen die drohende Zensur zu wehren? Bei der letzten Demo waren gerade mal eine Handvoll Leute auf der Straße, auf die hört nun wirklich keiner, wirkt wie eine Handvoll Spinner (für den Außenstehenden). So bleibt mir nur meine Stimme um ein Signal zu setzen.
Auch wenn das Wahlprogramm flach erscheinen mag, bei CDU und SPD ist das Wahlprogramm auch nur auf der Oberfläche “hügelig”, meiner bescheidenen Meinung nach.
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Hmm, eigentlich Schade wenn ein Kompromiss dann Augen zu und durch bedeutet. Wenn man Piraten wählt dann werden sie unsere Interessen in Punkto Zensur, Überwachung, Urheberrechte sicher ordentlich vertreten. Aber was ist denn mit Arbeitspolitik? Wirtschaftspolitik? Außenpolitik?
Wird die Piratenpartei sich dafür einsetzen Deutsche Kriegsschiffe aus Somalia abzuziehen? Sind doch schließlich auch Piraten da unten ;) In diese Kerbe schlagen Wahlkampfaktionen wie die ich bin Pirat Aktion.
Und zu dem Vergleich mit den Grünen möchte ich sagen, dann besser keine Piraten wählen, sonst passiert mit denen ganz schnell das gleiche wie mit den Grünen, sie werden zu angepassten Koalitionshaschern die alles unterschreiben für ein paar Ministerposten.
Es ist eine Sache sich aus der Perspektive einer NGO für Bürgerrechte stark zu machen. Eine ganz andere ist es am Pol der Macht seinen Mann / Frau zu stehen und den Verlockungen zu widerstehen. Und das ist keine Sache gegen die Piraten, das betrifft jeden in der Politik.
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Ich denke in der Tat, dass diese uns in Punkten wie Zensur, Überwachung, Urheberrechte sicher ordentlich vertreten.
Und meiner persönlichen Meinung nach haben diese es aktuell sehr wohl sehr nötig geschützt zu werden und die Piraten verdienen eine Chance. In 3-4 Jahren werde ich dann bewerten, ob das gut oder schlecht war.
Man wählt (IMO) nicht EINMAL eine Partei und dann immer wieder für ein ganzes Leben. Auch hier sollte man seine Meinung immer wieder prüfen, neu bewerten und seine Stimme neu ausrichten. Wichtig ist nur, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen! Mit der Einstellung “Ich kann eh nichts ändern”, kann man auch nichts ändern!
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@Stefan: exakt so sehe ich das auch; mehr noch: die Zeit ist einfach reif für die Piraten. Aus eben diesen Gründen und vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Deutschland habe ich mich — zum ersten Mal in inzwischen 47 Lebensjahren — vor einigen Monaten entschlossen, etwas zu tun, was ich noch vor einem Jahr kategorisch ausgeschlossen hätte: nämlich einer politischen Partei beizutreten, eben den Piraten. Wir werden sehen, wie es weiter läuft.
Eines noch zu den Buttons (danke übrigens!) unten rechts: seitdem Du Deine Nase dort ’reinhängst ;-), verdeckt selbige bei mir mindestens einen davon (Screenshot gern per Mail). Vielleicht die Buttons nach links?
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Ich gebe euch ja im Grunde recht was die existierenden Inhalte der Piraten betrifft und auch Nichtwählen ist potentiell Unsinn aber Piraten wählen ist wie ein Survivaltrip bei dem man das Gepäck nichts selbst gepackt hat.
Jemand gibt dir einen großen Sack wo draufsteht: “Survival Kit” und dann auf der Insel machst du den Sack auf und drin sind lauter Tütensuppen und ein Benzinkocher an dem ein Zettel hängt: “Aus Sicherheitsgründen kaufen sie bitte den Brennstoff vor Ort”.
Bei den Piraten stehen die Bürgerrechte auch fett draußen drauf aber was drin ist hängt enorm von den einzelnen Gesichtern ab und darunter sind eben auch welche die keinerlei Ahnung von Realpolitik haben, die erst auf Druck hin Äußerungen über den Holocaust zurücknehmen oder die auf andere Art und Weise auf dünnem Eis stehen.
Mag jeder die Piraten wählen und mögen sie auch im Bundestag sitzen, aber dann will ich keine Klagen hören das sie rumstottern und rhetorische Blüten präsentieren wie die NPD in den Land- und Kreistagen oder das sie unsoziale Gesetze verabschieden die Menschen in Existenznöte bringen.
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@reaper: Ich denke, der ein oder andere Vergleich hinkt doch etwas, vor allem der Vergleich der Piraten mit der NPD. Aber ich denke auch wir alle haben unsere “Stellung” so weit deutlich gemacht, belassen wir es erst einmal dabei.